Unsere Modelle

Heinkel He-112 B1  RS Models 1:72 von Jörg Schlegel

Kanzel von Falcon 
verbreiterter Rumpf 
Detailierung des Cockpits mit Innenleben eines Heller - Bausatzes  
Gurte und Instrumentenbrett Ätzteile von Airwaves
Decals Aeromaster

Das Vorbild

Die He-112 wurde als Konkurrent zur Bf-109 entwickelt, unterlag dieser jedoch wegen verschiedener Probleme, u.a. wegen der teureren Herstellung – obwohl sie vielleicht für die Zukunft ein grösseres Potential gehabt hätte.
Als Exportmaschine freigegeben, wurden mehrere Exemplare nach Spanien, Rumänien, Ungarn und eine nach Japan geliefert.

Der Bausatz

Den Bausatz gibt es in 3 verschiedenen Ausführungen, welche sich nur durch die Abziehbilder unterscheiden. Alternativteile für zwei verschiedene Motorabdeckungen und Auspuffe liegen allen Bausätzen bei.
Für ein Kleinserienmodell sind die Plastikteile von sehr guter Qualität, versenkte Gravuren, feine Kleinteile mit wenig Grat, Vacuhaube aber leider keine Ätzteile  wie bei dem ersten Plastikbausatz von RS (Praga E-39) Durch die einzeln ausgeführten Abdeckbleche wäre es auch möglich den Motor offen darzustellen, zumal noch Motorträger und ein Brandschott beiliegen. 

Der einzige negative Kritikpunkt des Bausatzes ist der viel zu schmale Rumpf, der eine erheblich Steigerung des Bauaufwandes darstellt. Er sollte um gut einen Millimeter breiter sein. Das hört sich zwar nach Nietenzählerei an, aber es schmälert ( im wahrsten Sinne des Wortes) den Gesamteindruck doch sehr.
Die Verbreiterung des Rumpfes zieht auch eine Streckung des Unterflügelteiles nach sich, was aber dazu führt, das man der Modellspannweite von 12,6cm näher kommt.

Für die Befestigung des Propellers wurde eine neue Aufnahme gedreht um den richtigen Abstand des Spinners zum Rumpf darszustellen.

Der Bau

Den Rumpf habe ich also mit nach vorne und hinten auslaufenden Plastikstreifen beklebt (siehe Baufotos) und die unter Tragfläche auseinandergesägt und ein 1,5mm breites Stück eingesetzt.. Dadurch wir nun wieder die Aufnahme des Kühlers zu breit, deshalb links und rechts auch wieder Plastiksheet eingeklebt.
Die Aussenseiten der Kühleraufnahme sowie der Tragflächen – Rumpfübergang müssen nun  aufwendig verschliffen werden.
Die Vacuhaube passt jetzt übrigens auch nicht mehr auf den Rumpf – womit sich der Modellbauspassfaktor um ein Weiteres erhöht – es sei denn man habe eine  Vacukanzel von Squadron / Falcon zur Hand.

Im Cockpit wurde das Instrumentenbrett gegen ein Ätzteil von Airwaves ausgetauscht, die Gurte sind ebenfalls Ätzteile und ein paar Plastikteile aus dem alten Heller – Bausatz  sowie Kupferdraht vervollständigen die Sache.
Der Steuerknüppel wurde auch etwas überarbeitet, dabei habe ich mich an Cockpitfotos  der He – 100 orientiert.
Die Seitenklappen vom Cockpit wurden ausgeschnitten und aus Plastiksheet Neue in offener Position angeklebt.
Die Höhenruder und Landeklappen habe ich ausgeschnitten und in ausgefahrener Position wieder angeklebt.

Die Fahrwerksschächte wurden im Unterflügelteil ausgebohrt und die Strukturen am Oberflügelteil nachgebildet. Ausserdem wurden die Fragment der MG FF aus Messingrohr eingesetzt.

Ein weiteres Problem gibt es bei der Endmontage des Fahrwerkes – genauer gesagt der Fahrwerksklappen, deren Vorderkanten fast auf dem Boden schleifen. Um diesen Fehler zu beheben  ( er sollte unbedingt behoben werden) muss der halbrunde Teil abgetrennt ( mit einer gebogenen Rasierklinge) werden und um ca. 10 Grad nach hinten verdreht wieder angeklebt werden.

Die Ausschussöffnungen der Kanonen müssen korrigiert werden , sie liegen über der  Trennlinie Ober / Unterflügel. Deshalb wurden Plastikrohre eingesetzt.

Lackierung und Decals

Der Bausatz ( 9208)  bietet Decals für eine langweilig graue deutsche Maschine mit roter Hakenkreuzflagge und eine farbenfrohes ungarisches Exemplar.
Die Abziehbilder sind sehr dünn und ordentlich gedruckt aber nicht sehr anschmiegsam ( auch nicht mit Microsol ) . Da ich den Aeromasterbogen ( 72-135) noch zur Verfügung hatte welcher die selbe  ungarische Maschine beinhaltete benutze ich diesen.

Zu den ungarischen Farbtönen habe ich keine grösseren Nachforschungen angestellt sondern bin am Modelmaster - Regal nach Gefühl vorgangen : RLM 63 für die Unterseite, RAF Medium Sea Grey , Russian Earth Brown und RLM 80 Grün für die Oberseite. Bei den Leitwerken habe ich mich weitestgehend an die Farbangaben ungarischer Salamihersteller gehalten. Die Tarnfarben wurden mit Hilfe von Papierschablonen aufgetragen.

Die gelben Flügelspitzen sind meiner Meinung nach eher ungewöhnlich für die Ostfront ( Eigentlich nur Unterseite und Rumpfband) da aber alle Publikationen und Referenzen dies so darstellen habe ich es auch so ausgeführt. ( Es gibt wohl keine Originalfotos zu diesem Exemplar )

Fazit

Ein sehr schöner Bausatz dem man auf den ersten Blick nicht ansieht das er so viel Arbeit macht.

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