|
2. Agrarfliegertreffen am Flugplatz Gardelegen
23.-24.05.2009
Text Bernhard Pethe, Fotos Bernhard Pethe und Jörg F.

|
Hatte ich es nicht mal irgendwo geschrieben? Eigentlich bin ich ja mehr Flieger als Modellbauer und so ist es nicht verwunderlich, das es mich bei solch einem herrlichen Wetter, wie am letzten Wochenende, auf die Flugplätze zieht. Weg aus meiner luftfahrttechnischen Diaspora, hin wo die Motoren brummen. Also bin ich in mein "Luftmoped" gestiegen und 184 km noch Norden geflogen. Gardelegen war mein Ziel. Und solch ein wunderbares Wetter hatten die Organisatoren dieses zweiten Agrarfliegertreffens wohl auch redlich verdient. Alles andere wäre da kontraproduktiv gewesen. Nach dem Zuspruch im letzten Jahr in Kyritz, wurde in diesem Jahr die Neuauflage in Gardelegen gestartet. Der Erfolg gibt den Organisatoren Recht. Vier flugfähige Z-37, davon zwei Doppelsitzer, waren auf den schön gelegenen Flugplatz eingeflogen. Dazu kam eine, am Platz abgestellte und nicht mehr flugfähige PZL-106 Kruk. Gefehlt hat nur eine M-18 Dromader. Als kleine Erweiterung des Aufgebotes musste man eine An-2 ansehen, die ja auch in den frühen Jahren beim Wirtschaftsflug im Dienst gestanden hat. Was an originalen Fluggerät nicht mehr flugfähig vorhanden war, hatten die RC- Flieger mit der L-60 Brigadyr, PZL-106 und Z-37 mitgebracht. Perfekte Flugbilder, mit arbeitender Applikationsanlage, brachte bei vielen älteren Besuchern, Erinnerung zurück. Und Besucher waren reichlich vorhanden. Darunter auch ehemalige Mechaniker und Piloten, die die alte Zeiten noch einmal aufleben ließen und die ihre alten "Arbeitgeräte" noch einmal anfassen wollten. Die Möglichkeit, in einer Z-37A-2 Doppelsteuer Maschine zu steigen und über die Börde zu huschen, die haben sich dann doch sehr viele nicht entgehen lassen.
|

|
Die Begeisterung war den Mitfliegern aufs Gesicht geschrieben. Es ist eben etwas anderes, als mit einer Cessna oder Piper eine Runde zu drehen. Man kann den Eignern dieser betagten Arbeitsflugzeuge mit ihrem einmaligen Sternmotorensound nur dankbar sein, das sie Zeit, Enthusiasmus und letztlich viel Geld in die Erhaltung dieser Flugzeuge investieren. Das man dann auch mal ein Treffen organisiert, liegt wohl in der Natur der Sache. Der gastgebende Fliegerclub in Gardelegen hat sich alle Mühe gegeben und sich auch um die Verpflegung all der vielen Besucher und Fliegerfreunde gekümmert. Das Flugfeld wurde dann noch von einigen interessanten Gästemaschinen belebt, die auch für Rundflüge gebucht werden konnten. Was letztlich so ein Treffen interessant macht, ist das Konglomerat aus alten Mitarbeiten des Betriebes Agrarflug, aus jungen Enthusiasten für dieses Fluggerät, aus Modellbauern die sich dieser Materie liebevoll angenommen haben und letztlich aus den interessierten Besuchern, die so etwas von damals kannten oder hier und heute zu erstenmal gesehen hatten. Genau aus diesem Grund denke ich, es wird irgendwann auch ein 3. Agrarfliegertreffen geben.
|
|
|
|
|
Zurück
zur Übersicht
|