GMM 2009
German Model Masters

23. und 24. Mai 2009

Text Thomas Geier, Fotos Rolf Seyfried und Thomas Geier


Die seit 1999 jährlich veranstaltete German Model Masters (GMM) hat sich bei vielen Modellbauern zu einem festen Termin im durchaus reichlich gefüllten Jahreskalender entwickelt. Hierbei sollte man auch durchaus einmal das Selbstverständnis der GMM als Modellbauausstellung & Wettbewerb reflektieren, da gerade dieses dafür sorgt, dass sich die Ausstellung von anderen (auch überregionalen) durchaus abzuheben in der Lage ist. Gerade dies führt zu einer starken Stammaustellerzahl, aber auch zu internationaler Beteiligung. Die Modellbauausstellung gibt nämlich (außerhalb des Wettkampfs) Einzelausstellern und Clubs eine gute Plattform, sich selbst, ihre Leistungsfähigkeit und Tätigkeitsschwerpunkte einem interessierten Laien-, wie auch einem Fachpublikum vorzustellen. Denn der Modellbauer sollte auch langsam Abstand dazu gewinnen, zu meinen, auf Ausstellungen koche man nur im eigenen Saft mit Gleichgesinnten. Was mir insbesondere positiv auffiel, war hier die Nachfrage eines Abziehbildherstellers (über Fachhändler), was denn der geneigte Käufer noch so bräuchte und die Suche einer im Aufbau befindlichen Online-Modellbauzeitschrift nach Publikatoren.


Mit statistischen Daten kann ich nicht dienen, aber die Kapazität des für die Ausstellung genutzten Areals der Eislaufhalle der Nürnberger Versicherung beträgt nach der homepage der GMM ca. 3.500 mē. Die rund 5.000 Besucher des Vorjahres sollten ebenfalls wieder erreicht worden sein. Seit diesem Jahre organisiert der neu gegründete "Verein zur Förderung des Modellbaus" (VZFDM) die GMM.

Sowohl Clubs als auch Fachhändler deckten die gesamte Bandbreite unseres Hobbies ab. So fand man neben zivilen Fahrzeugen und Motorräder, militärische Rad- und Kettenfahrzeuge, zivile und militärische Hubschrauber und Flugzeuge, Science-Fiction im Figuren-, Modell- und TableTop-Bereich sowie die für Nürnberg prägenden Zinn- und Resin-Figuren. Neben den Standmodellen waren auch RC-Modelle (zudem als Teil des Rahmenprogramms) ausgestellt.

Der in 13 Kategorien ausgetragene Wettbewerb war außerhalb der Ausstellung in einem separaten Raum im Obergeschoss untergebracht. Gute Lichtverhältnisse, rustikales Ambiente (Biertische) aber erwartungsgemäß hohes Niveau der Exponate. Die Stimmung und Atmosphäre unter Ausstellern und Händlern war ansprechend, die bei dem einen oder anderem im Schlepptau befindlichen Kinder beim Kinderbasteln gut aufgehoben und die gastronomische Versorgung war gut. Es litt am Sonntag vom äußeren Umfeld leider alles an dem Aufstiegsspiel des 1. FCN gegen TSV1860 München in der unmittelbar danebenliegenden Fußballarena. D. h. Verkehrsabsperrung, übervolle Toiletten und keine Sitzplätze im Außenbereich (Biergarten), ab ca. 11.00 Uhr. Ungeachtet dessen bietet Nürnberg und Umgebung auch für mitreisende Familienmitglieder ein reiches Freizeitangebot, so dass es sicherlich nicht der letzte Abstecher hierher war.

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