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Mecklenburg-
Vorpommern im Oktober 2006.
Gut ausgeschildert findet man das Museum in der Ellbogenstraße.
Am Eingang findet man zwei Schilder. Von 365 ausgewählten
Orten, die stellvertretend für Innovation in Deutschland
werben, davon 7 in Mecklenburg-Vorpommern, gehört das Otto
Lilienthal Museum. Das Zweite, eine Erinnerung an den Besuch von
Sigmund Jähn und Waleri Bykowski.
Wer Otto Lilienthal war, muss man wohl hier nicht weiter erklären.
Aber, er wurde in Anklam geboren und anlässlich des Jubiläums
"100 Jahre Menschenflug" im Jahre 1991 gibt sich die
Stadt den Namen "Lilienthalstadt".
Das Museum ist übersichtlich gegliedert und zeigt seine
zahlreichen an überdimensionale Fledermäuse erinnernden
Flugapparate und beschreibt, wie aus dem alten Menschheitstraum
vom Fliegen, die licht- und schattenreiche Geschichte des
Flugzeuges wurde. So findet man schon in der 1. Etage etliche
Gleiter und Flügelschlagantriebe, die in Originalgröße und so
authentisch wie möglich nachgebaut wurden. Eine Vielzahl
physikalische Anordnungen zur Flugphysik veranschaulichen
bildlich, warum es so schwierig war, das Fliegen zu erfinden.
Mehrere Audiovisionsstände zeigen den Lebensweg und geben
Auskunft über die anderen Erfindungen der Brüder Lilienthal.
Ein Museums- Shop und ein Cafe laden zum Verweilen ein und
bietet weiterführende Literatur zum Thema Lilienthal an.
In der 2. Etage befindet sich das nicht öffentliche Archiv,
eine Bibliothek und ein weiterer Raum für einen
Audiovisionsvortrag. Zum Museum gehört weiterhin ein Freigelände
auf dem Flugplatz in Anklam. Dies nennt sich „Aeronauticon“
und fällt sofort durch seine auf Stelzen gestellte PZL-106 Kruk,
einem ausgemusterten Agrarflugzeug auf.
Man fährt mit dem PKW etwa 5 Minuten zum Flugplatz, wo
ausreichend Parkplätze vorhanden sind. Hier findet man noch
eine Z-37A, eine Antonow An-2 und einen Hubschrauber Kamow
Ka-26. Alle Exponate befinden sich in einen ausgezeichneten und
perfekt restaurierten Zustand.
Wer also mal in die Nähe von Anklam kommt, sollte sich die
Stunde Zeit zum Besuch des Otto Lilienthal Museums nehmen und
den Urvater des modernen Flugapparates seine Reverenz erweisen.
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