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Mal schnell 380 km bei regnerisch, trüben Novemberwetter nach Cottbus gedüst, ist nicht jedermanns Sache. Trotzdem zieht es mich und viele andere Modellfreunde in regelmäßigen Abständen immer mal wieder ins Flugplatzmuseum nach Cottbus.
Warum?
Beim meinem letzten Besuch vor drei Jahren war gerade Energie Cottbus aus der 1. Bundesliga abgestiegen. Heute sind Cottbuser Fußballer wieder erste Klasse, genau wie der Förderverein "Flugplatzmuseum Cottbus e. V."
Die Leute hier machen und leisten eine wunderbare Arbeit. Nicht nur was die großen Exponate im Museumsbereich betrifft, erst in diesem Jahr bekam die Mi-8 einen neuen Anstrich, nein auch das jährlich organisierte Modellbautreffen hat seinen eigenen Reiz. Es ist so, mit anderen Ausstellungen nicht vergleichbar.
In einer ruhigen, freundschaftlichen Atmosphäre verbringt man ein paar Stunden, plaudert über Gott und die Welt, natürlich auch über das eine oder andere Modell. Man kennt sich, der "ostdeutsche" Modellbauer ist unter sich.
Der gute Kontakt zu den Mitgliedern des Museumsvereins macht es möglich, mal das eine oder andere Luftfahrzeug für den interessierten Modellfreund zu öffnen oder die eine oder andere Luke mal aufzuschrauben.
Allein das miese Wetter am Sonntag verhinderte leider größere Aktionen in diesem Bereich.
Trotzdem hatten ein paar interessierte Modellfreunde die Gelegenheit, einmal die An-14 „Bienchen“ von innen abzulichten, um ihre Unterlagen für einen Nachbau zu vervollständigen. Dafür vielen Dank.
Der Besucheransturm hielt sich, nicht nur wegen des schlechten Wetters in Grenzen. Auch eine Modellbahnausstellung und eine Erotik- Messe zogen in Cottbus ihre Besucher. Aber der richtige Fliegerfan weiß wo er hingehört und warum er den gemütlichen Räumen des Museums den Vortritt gibt.
Die Ausstellung wird von Luftfahrzeug- und Fahrzeugmodellen dominiert. Viele liebevoll gebaute Modelle, die zum Teil auch erstmalig gezeigt worden, zogen den Betrachter in ihren Bann. Großdioramen, wie ganze Fluglätze- und Flugplatzanlagen findet man immer häufiger und bieten eine adäquate Möglichkeit, seine Modelle zu präsentieren.
Von einem Wettbewerb hatte man Abstand genommen um die Situation einmal zu überdenken und neue Möglichkeiten in dieser Richtung auszuloten.
Drei Modellbauhändler, mit einem umfangreichen Angebot ließen manchen Euro den Besitzer wechseln.
Modellbaufreund Schrammi, einer der Wenigen, der für den FFMC im Osten noch auf Ausstellungen unterwegs ist, wollte ständig seinen mitgebrachten Lenkdrachen steigen lassen, was aber bei Dauerregen und Sturm nicht so die richtige Freude war, weder für uns, noch für den Drachen.
Ein Tässchen heißer Kaffee und ein Stück selbst gebackenen Kuchen der netten Frauen hinter der Fliegerbar, sorgte wieder für ein gutes Gefühl in der Magengegend.
In Cottbus geht ja die Sonne bekanntlich eher unter. Und so war es auch schon dunkel als kurz vor 17 Uhr die Modelle wieder in den Autos verstaut wurden.
Erst bei Chemnitz hörte es auf zu regnen, so das sich die restlichen Kilometer Heimfahrt doch noch ganz angenehm gestalteten. Als Kurier des FFMC hatte ich dann noch ein konspiratives Treffen auf einem dunklen Rasthofparkplatz. Modellfreund Kai wartete auf brandneue Fotoätzteile, die von Berlin über Cottbus ihren Weg nach Jena fanden. Was daraus wird, das ist dann ein anderes Thema.
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