13. Modellbauausstellung im Flugplatzmuseum Cottbus

4.November 2007

Bericht und Fotos von Bernhard Pethe

Alljährlich Anfang November veranstaltet der Förderverein "Flugplatzmuseum Cottbus e. V." eine Ausstellung für die vielen Freunde des Plastikmodellbaus. Aufgrund der geografischen Lage von Cottbus in Deutschland, kommen die meisten Aussteller alle aus Brandenburg und den östlichen Bundesländern.
Die Ausstellung hatte schon immer ihre eigene Atmosphäre. Die Räumlichkeiten sind exakt verplant, jede Möglichkeit der Unterbringung der Modellfreunde wird ausgeschöpft. Bei starken Besucherandrang wird es schon mal eng in dem alten Flachbau. Luft- und Militärfahrzeuge dominierten die bereitgestellten Tische und die Qualität der ausgestellten Exponate können sich jederzeit mit anderen Ausstellungen messen. Neu war ein Bastelzimmer für die Jüngsten, das gut in Anspruch genommen wurde. Für das leibliche Wohl ist in der urigen Fliegerbar bestens gesorgt. Auch die im Außenbereich aufgefahrenen Verkaufsstände, hatten ein reichhaltiges Angebot. Vor zwei oder drei Jahren gab es mal eine richtige Gulaschkanone mit Erbseneintopf und Bowo, die war leider nicht da. Was aber da war, war gute Laune aufgrund des guten Wetters und des angesagten Wettbewerbs. 
Das ist keine neue Erfindung und wurde bei den tschechischen Modellfreunden aus Brno abgeschaut. Gegen 11 Uhr kam es dann zum Showdown beim 1. Cottbuser Plastikmodellfliegerweitwurfwettbewerb, dem wohl ersten in Deutschland. Wer hat kein altes Modell in der hintersten Reihe seiner Vitrine stehen, das für so ein Gaudi tauglich ist und schon lange auf eine Endsorgung wartet? 
Was eigentlich als Herausforderung zwischen einem Berliner Modellfreund und mir gedacht war, wurde schnell zu einem richtigen Wettbewerb, mit neun Teilnehmern. Die Wettkampfarena war vorbildlich durch die Cottbuser Museumsfreunde hergerichtet worden, so das einen geregelten Ablauf nichts mehr im Wege stand. Jeder hatte einen Versuch mit seinem mitgebrachten Modell. Der Maßstab spielte keine Rolle, vom 72er bis 32er Modell, vom Airliner bis zum Raketenflugzeug war alles vertreten. Die Modelle mussten in einem abgesteckten Bereich aufkommen und es wurde die Flugweite gewertet. Das es auch eine Bewertung in der B-Note, beste Landung oder schönster Flug geben würde, ist spontan erst im Wettbewerb selbst entstanden. Keiner konnte vorher wissen, da die aerodynamischen Eigenschaften eines Plastikflugzeugmodells überhaupt noch nicht erforscht sind, was es da für flugtechnische Einlagen geben würde. Fakt ist, ein solches Gaudi hatte die Cottbuser Ausstellung lange nicht gehabt. Der Veranstalter und die Teilnehmer waren sich sofort darin einig, ein 2.Cottbuser PFMWWW muss es im kommenden Jahr wieder geben. Bleibt festzuhalten, das der Gewinner Gerald heißt, aus der Lausitz kommt und mit einer Bell X-1 auf 18,5 Meter flog. Die Siegerpreise wurden von Flying Fish Models gestiftet und die Urkunden durch das Museum. 
Interessanterweise hielten sich die Landeschäden in Grenzen, so das die meisten Modelle im nächsten Jahr wieder zum Einsatz kommen werden.
Die zwei anwesenden Händler hatten ein breites Angebot an aktuellen und auch älteren Bausätzen. Auch unter den Ausstellertischen waren interessante Schnäppchen zu machen. 
Der Außenbereich im Museum ist immer einen Spaziergang wert, auch wenn mir zum letzten Jahr keine neuen oder restaurierte Maschinen aufgefallen sind. 
Im November sind die Tage schon recht kurz und so war es auch schon dunkel, als die Letzten ihre Modell einpackten und das Gelände in Richtung Heimat verließen. 
Insgesamt gesehen, wieder ein kurzweiliger Sonntag mit vielen neuen Eindrücken, neuen und alten Bekannten. 

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