DPMV Konvent
Fuldatal 14./15: April 2007

Bericht von Arne Goethe
Fotos : Bernhard Pethe & Arne Goethe

Nach einer nicht ganz unaufwendigen Anmeldeprozedur war es am Sonnabend soweit: Bernhard, Axel, Bernd, Jörg und ich bauten unsere 60 Modelle im Maßstab 1/72 in der Mehrzweckhalle Eichhecke in Fuldatal auf. Hier müssen wir uns auch gleich mal bedanken : Obwohl wir es als FFMC inzwischen wirklich besser machen sollten, war es der IPMS der uns die blauen Tischdecken zur Verfügung stellte. Ebenso muss im Vorfeld der vom DPMV eingerichtete vorbildliche Busshuttle für die Bahnanreisenden Aussteller gelobt werden. Nun aber konnte die erste eigene Ausstellung des Dachverbandes deutscher Plastikmodellbauer für uns beginnen.  Die als Austragungsort gut geeignete Halle war voll belegt von 41 Clubs und Einzelausstellern aller Sparten, Modellbauhändlern wie Aero Spezial, NNT, oder Tom Modellbau sowie Infoständen von Revell, Heller/Humbrol und der Zeitschrift "Modellfan". Schon ein erster Überblick durch die Halle lies erkennen, das die gesamte Palette des Plastikmodellbaus in guter bis sehr guter Qualität durch viele Exponate vertreten war. Es gab also genug zu sehen, zu bestaunen, zu fragen und zu beantworten für dieses Wochenende. Im Vorfeld war für diese Ausstellung durch den DPMV ein Modellbauwettbewerb ausgeschrieben worden. Dazu wurde ein Regelwerk sowie über 80 Kategorien aufgestellt. Vor allem die unnötig komplizierte und teilweise unlogische Klassifizierung führte zu so einigen Diskussionen im Vorfeld. Mitunter aber regelt das Leben dann viele Sachen dann von ganz alleine und unkompliziert - so war es dann eben auch hier: Was unlogisch war, wurde von den Teilnehmern einfach nicht beachtet, und da das Ganze nun logisch war, gab es dazu denn auch keine Diskussionen. Was es aber gab, war jede Menge Arbeit für die Wettbewerbsverantwortlichen. Natürlich waren bei weitem nicht alle der über 80 Wettbewerbskategorien voll besetzt.  Das hat zwei grundlegende Ursachen : Zum einem eben die unnötige hohe Anzahl von Kategorien, zum anderen eine gewisse allgemeine Ablehnung von Wettbewerben aus subjektiven Gründen im deutschen Raum. 

Für den interessierten Modellbauer gab es jede Menge an tollen Modellen zu sehen. Kleine Kunstwerke und große Projekte, Zeitgeschehen und Technikgeschichte in Wort, Bild und Modell sorgten für jede Menge angeregter Gespräche. es gab Tips zu erlauschen, Anregungen zu holen, so manche Idee wurde geboren und einige Aha-Effekte gab es auch. 
Für solch anregende Ausstellungstage braucht der Modellbauer natürlich auch eine geeignete gastronomische Versorgung. Diese übernahm in vorbildlichster Weise die Freiwillige Feuerwehr Ihringshausen. Für wenig Geld gab es von freundlichen und fixen jungen Leuten Getränke und Speisen. Die Aussenanlagen mit ihren Sitzmöglichkeiten und Raucherinseln sowie das schöne Wetter trugen zum entspannten "Ausstellungspausen" ebenfalls bestens bei.
Das schon sommerliche Wetter trug aber wohl auch leider zu einer doch recht geringen Besucherzahl bei. Inwieweit dazu auch die regionale Werbung beigetragen hat kann nicht so genau beurteilt werden : Zwar wurden durch den DPMV regionale Zeitungsanzeigen geschaltet, andererseits sind uns auf der Anfahrt durch Kassel und Fuldatal keinerlei Werbung für diese doch wichtige und lohnenswerte Ausstellung aufgefallen.

Ein nicht unwichtiger Teil im Umfeld einer solchen Ausstellung ist immer wieder der sogenannte "Gemütliche Abend" der Aussteller. Dieser wurde in Form eines Spanferkelessens im benachbarten Vereinslokal des TSV Ihringshausen durchgeführt. Die Lokalität selber war damit bestens gewählt. Die Wartezeit auf das Essen wurde durch die Danksagung an die Organisatoren und Helfer der Ausstellung etwas verkürzt. Positiv an dem Spanferkelessen dürfte vor allem der Gewinn für den Lieferanten gewesen sein. 15 Euro für etwas Brot, Sauerkraut und etwas Schweinebraten sowie eine extrem lange Warteschlange an der Ausgabe (welche von einer Person allein bewerkstelligt wurde) führten nicht gerade zu Begeisterungsstürmen. Hier zeigte sich letztendlich wieder, das der Veranstalter solche Sachen lieber selbst komplett in die Hand nehmen sollte. An allerbesten Erfahrungen bei anderen Clubausstellungen von DPMV-Vereinen mangelt es dabei nicht.
Den Abend beschlossen wir dann in kleiner Rund in unseren sehr schön direkt an der Fulda gelegenem Hotel, wo wir am nächsten Morgen bei gutem Frühstück und bestem Wetter in den nächsten Ausstellungstag starteten.

Das auch der Sonntag trotz des schönen Wetter nicht lang wurde, dafür sorgten wieder viele Gespräche mit anderen Ausstellern und vereinzelten Besucher oder an den Infoständen von Modellfan und Revell , das Stöbern in den Angeboten der anwesenden Händler sowie in den Überschussbeständen vieler Aussteller.
Am Nachmittag erfolgte dann auch die Siegerehrung des Modellbauwettbewerbes. Die Bewertung selbst erfolgte nach einem Punktekatalog durch ausgesuchte Modellbauer. Damit war im Gegensatz zu subjektiven Wettbewerben doch für ein gutes Maß an Objektivität gesorgt. Dennoch dämpfte für so manchen Gewinner die schwache Besetzung schon ein wenig die Freude - auch angesichts vieler toller Modelle auf den Ausstellungstischen.
Uns vom FFMC ging es da nicht anders - wir konnten 15 Medaillen mit nach Hause nehmen die zwar wahrlich genug Grund zur Freude geben, aber angesichts der teilweise schwachen Modellbelegung auch zum Nachdenken anregten. Sollte man sich in Deutschland vielleicht auch mal an den Regeln orientieren, wie sie in Belgien und Holland gelten, anstatt ständig anderer und neuer Regeln, Durchführungen und Kategorien, welche jeden Wettbewerb bei uns zu einem Unikum machen ?

Nun, die zwei Tage gingen schnell herum. Es gab viel zu sehen und zu bestaunen. Die Ausstellung hat sich rundum gelohnt, der DPMV hat damit eine ordentliche und zu lobende erste eigene Ausstellung durchgeführt. Sie sollte genug Ansporn für eine Fortsetzung sein - wir vom FFMC jedenfalls würden wieder dabei sein !

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Weitere Ausstellungsberichte findet Ihr unter Arne's Modellbauseite und bei den Kackstelzen

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