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20 Jahre Erster Plastikmodellbauklub Dresden EPMC
Ein Bericht zur Jubiläumsausstellung am 17. + 18. März 2007 in Radebeul
Bericht und Fotos von Bernhard Pethe
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Wenn Modellbauclubs Geburtstag feiern, kommt man doch gern zum Gratulieren.
20 Jahre sind eine lange Zeit und wenn man dann zurück rechnet, stellt man schnell fest, der Club ist schon zu Zeiten der DDR entstanden. Er hat die Wirren der Wendezeit gut überstanden und sich in Deutschland einen guten Namen gemacht. Das es in 20 Jahren erst die 6. Ausstellung der Dresdener Modellfreunde war, liegt zum Teil auch an der Findung passender und geeigneter Ausstellungsräumlichkeiten. Aber wenn man sich zurück besinnt, waren darunter auch hochkarätige Orte, wie das Armeemuseum sowie das Deutsche Verkehrsmuseum in Dresden.
Dieses mal ging es in den Wasa- Park nach Radebeul, nicht weit von Dresden. Auf die Vorzüge dieser Örtlichkeit komme ich noch einmal zurück.
Die Räumlichkeiten waren gut gewählt, wenngleich einige Modellfreunde in Kellerräumen ihre Tische belegen mussten. Aber, man hatte damit keine Probleme, da diese hell und geräumig waren. Auch drei, vier Händler fanden hier die Möglichkeit ihre Ware an den Modellbauer zu bringen und wer die richtigen und gesuchten Bausätze dabei hatte, konnte hier auch gut Umsatz machen.
Auf über 130 Meter Tischfläche war die gesamte Palette des Plastikmodellbaus zu finden. Qualitativ hochwertige Modelle fand man in fast alle Disziplinen, vor allem bei den Figuren, den Luftfahrzeugen und den Militärischen Fahrzeugen. Nicht ganz neu ist die hohe Anzahl der Modellfreunde, die sich dem Maßstab 1:86 (HO) widmen und ganze Tische mit durchaus interessanten Fahrzeugen in diesem Maßstab belegen. Auch eine Bastelecke für die Kleinen wurde nicht vergessen und fand regen Zuspruch und eine Tombola, die schon am ersten Tag abgekauft wurde.
Der DPMV war in Form seines 1. Vorsitzenden vertreten und machte Werbung für das Konvent im April in Fuldatal. Einige Modellfreunde, so auch die Lübecker, waren weit angereist und das führte zu dem positiven Effekt, das es keine reine Ostdeutsche Geburtstagsfeier wurde. Die Stimmung war gut und viele bekannte Gesichter von namhaften Modellbauclubs fanden sich unter den Gratulanten. Kaffee und Kuchen, Bier und Wein gab es zwar nicht umsonst, aber gleich in der Ausstellung mit kurzen Wegen.
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Der FFMC war auf 4 Meter Tisch mit Axel und Bernhard vertreten. Am Sonntag kam auch Arne mal kurz zu Besuch.
Vielen Dank an die Dresdener Kollegen, die uns einen Stadtplan zur Verfügung stellten, damit wir am Samstag unser Quartier auffinden konnten.
Am Abend war in einer gepflegten Gastwirtschaft, ein gemütlicher Abend mit kulinarischer Speisekarte organisiert. Die mit der weitesten Anreise sasen dann auch am längsten, ohne jetzt irgend welche Namen nennen zu müssen.
Am Sonntag war 9:30 Uhr erst Aufschluss und das Besucherverhalten eher träge.
Alle Teilnehmer hatten mit ihrem Ausstellerausweis die Möglichkeit, und nun komme ich auf die bereits oben angesprochene Örtlichkeit, kostenlos die im Nebengebäude die Ausstellung oder besser das Museum „Zeitreise“ zu besuchen. Zeitreise betrachtet sich selber als das größte Museum zum Leben in der DDR. Ein Anspruch, der nach meinem Befinden das Museum durchaus gerecht wird. Auf drei Etagen wird vom Trabant, über das Chefzimmer, bis zum Arbeitsplatz alles gezeigt, was den Alltag in der DDR ausmachte. Selbst ein Konsum mit all seinen Artikeln und die gute Wohnstube wurden lebevoll nachgestaltet. Die Philosophie ist es, Dinge zu präsentieren, deren teilweise politischer Hintergrund bereits geklärt ist. Es geht nicht um die schon vielfach vorhandene Darstellung der DDR und seiner Unterdrückungsmechanismen. Es steht auch nicht die als
"Ostalgie" benannte Zeit der Gestrigen im Fokus, sondern das ganz normale Alltagsleben mit seinen Gebrauchsgegenständen, Einrichtungen und dessen Organisation. Wohnen, Mode, Kinder, Einkaufen, Urlaub und Freizeit sowie das große Thema Mobilität sind Themen.
Eine durchaus interessante Zeitreise und was mich erschreckt hat, das ich in meinem Haushalt immer nach Dinge benutze, die hier schon lange im Museum stehen.
Am Sonntag war dann 16 Uhr Einpacken, nicht ohne vorher die Besten und schönsten Ausstellungstische zu prämieren.
Also bleibt mir nur noch zu sagen, liebe Dresdener Modellbaufreunde nochmals herzlichen Glückwunsch und auf die nächste 20 Jahre.
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