Flugplatzfest Eisenach/Kindel
5.- 6. Juni 2004



Bericht + Fotos von Bernhard Pethe

Zum 10. Geburtstag des Verkehrslandeplatz Eisenach/ Kindel wurde an diesem Wochenende zum Flugplatzfest geladen. 
Ein kleiner Blick zurück. 
Nach dem Abzug der russischen Streitkräfte und der Freigabe der Liegenschaft war der Flugplatz lediglich "militärisch feldmäßig" erschlossen. Es gab keine Flugbetriebseinrichtungen, keine Versorgung mit Elektroenergie und Wasser, sowie keine Entsorgung von Abwasser und keinen Telefonanschluss. Am 04.06.1994 wurde der Verkehrslandeplatz Eisenach/ Kindel im Rahmen eines Festaktes für den zivilen Verkehr freigegeben. Die Eröffnung erfolgte auf Basis der durch das Thüringer Wirtschaftsministerium, Referat Luftverkehr, erteilten vorläufigen Betriebsgenehmigung als Verkehrslandeplatz der Klasse 1. Die Start- und Landebahn wurde um ca. 420 m verkürzt. Der nicht mehr für den Flugbetrieb notwendige Teil der Flugplatzliegenschaft wurde ausgegliedert und wird seitdem durch das Thüringer Fahrsicherheitszentrum genutzt.

Nachdem am Sonnabend „Fliegerwetter“ vorherrschte und viele Besucher und anflugwillige Piloten abschreckte, war am Sonntag nun das erwartete schöne Flugwetter. Womit wir gleich den Unterschied zwischen Fliegerwetter und Flugwetter geklärt haben. 
So war bei Sonnenschein und Cumulusbewölkung das Flugfeld mit Gastmaschinen gut gefüllt. Dazu beigetragen hat auch die Ju-52 der Deutschen Lufthansa Stiftung, die bereits am Samstagnachmittag angeflogen kam. Unübersehbarer Publikumsmagnet war eine C-160 Transall aus Landsberg, deren Besatzung bereitwillig die Fragen der Besucher beantworteten. Geräusche eines Strahltriebwerkes hat es auf den Kindel nun schon lange nicht mehr gegeben. Dies änderte Walter Eichhorn mit seiner Soko G-2A „Galeb“, einen Srahltrainer der jugoslawischen Luftwaffe. Alle Flugprogrammpunkte wurden von den über tausend Besuchern lautstark mit Applaus bedacht. So auch die exzellente Kunstflugdarbietung vom Weltmeister Klaus Schroth auf einer Extra 300S. 

Die Rundflugangebote in den unterschiedlichsten Kategorien, wurden von den Besuchern rege genutzt. Immer wieder geben die Sportflugzeuge der Trainer- Reihe aus Gera und Rudolstadt ein beeindruckendes Flugbild ab. Fliegerisches Können stellte auch Toni Eichhorn bei seinen Einzelkunstflug mit einer AT-6 und bei den Verbandsflügen mit der Ju-52 unter Beweis. Mit diesem Flugbild verabschiedeten sich dann auch beide Oldtimer und man kann nur hoffen, das es in ein paar Jahren eine Neuauflage des Flugplatzfestes in Eisenach geben wird.

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