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Seit 1985 hat der PMC Lübeck 12 Ausstellungen durchgeführt, dies war nun die 13.
An der 13 stören sich wohl nur die Abergläubigen, die aber sind bei den Lübecker Modellfreunden nicht zu finden. Seit 1993 fahre ich nun regelmäßig nach Lübeck und ich muss feststellen, es ist immer wieder die Reise wert. Es ist ein Reiseziel für die ganze Familie, auch wenn sich Frau und Kind nicht den ganzen Tag in der Ausstellung aufhalten möchten. Dazu trägt auch eindeutig der Zweijahresrhythmus der Ausstellung bei.
Schade ist es dann natürlich, wenn es bei diesen großen Events zu Terminüberschneidungen, wie diesmal mit Oberschleißheim, kommt. Man kann da keinem einen Vorwurf machen, die Dinge sind manchmal nicht anders machbar. So musste sich der FFMC, wie auch einige andere Clubs, teilen.
Mit Schrammi zusammen, hatten wir keine Probleme unsere fünf Meter Tisch zu dekorieren.
Der frühe Termin von Lübeck hatte auch seine guten Seiten. Das schlechte Wetter führte die Besucher automatisch in die Kongresshalle und so hatte der Veranstalter auch keine Probleme genügend Publikum zu finden, um die Kosten im grünen Bereich zu halten.
Die Ausstellung wurde am Samstag, wie es schon lange Lübecker Tradition ist, vom Stadtpräsidenten der Hansestadt, Peter Sünnenwold eröffnet. Mit knapp 300 Ausstellern und 10 Händlern war die Musik- und Kongresshalle voll belegt. Viele Nord- und auffällig viele Ostdeutsche Vereine sowie Einzelaussteller waren nach Lübeck gekommen. Den europäischen Part der Ausstellung übernahmen Clubs aus Österreich und Dänemark. Es waren alle Sparten des Modellbaus, recht gleichmäßig, vertreten. Man konnte nicht sagen, es waren zu viel von dieser oder jener Sparte vertreten. Eine wirklich sehr ausgewogene, harmonische Ausstellung. Auch der Schiffsmodellbau nahm für eine Küstenstadt, einen würdigen Rahmen ein. Mehrere Vorträge zum Thema Modellbau und das Kinder Basteln wurden sehr gut angenommen.
Ein Publikumswettbewerb mit dem Thema: „Im Bausatz sah es noch anders aus?“, brachte zwar einige lustige Exponate zusammen, nur der echte Renner war es nicht. Bis man sich am Samstag einen Überblick verschafft hatte, war es schon Zeit eine Tasse Kaffee zu trinken. Die Infrastruktur der Halle macht das sehr einfach, man kann dabei von oben auf seinen Stand aufpassen.
Die Zeit bis 18 Uhr war mit Gesprächen und Schnäppchenjagd schnell vorbei. Gemütlicher Tagesausklang war wieder einmal in den Kellergewölben der historischen Brauerei- und Wirtschaft „Brauberger“ in der Alfstraße. Wer hier erst einmal von dem bekannten Zwickelbier gekostet hat, der kommt da so schnell mit einem Glas nicht aus und kehrt hier immer wieder gerne ein. Selbst die Nacht zum Sonntag war diesmal etwas kürzer, eine ganze Stunde mussten wir in Lübeck lassen!
Der Vorstand des PMCL war gerne bereit, für diese verlorene Stunde eine Quittung auszustellen, mit der Auflage, diese im Oktober in Lübeck wieder einzulösen. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.
Sonntag wieder richtiges Norddeutsches Regenwetter. Der einzige trockene Platz, das Musik- und Kongresszentrum. Schorsch Modellbau war über Nacht aus Antwerpen angereist und hatte seine exquisiten Bausätze aufgetürmt. Hier haben doch einige Modellfreunde ihr restliches Taschengeld ausgegeben. Ich nehme mich da nicht aus. Wenn man den ganzen Tag mit der Kamera herum läuft, sieht man zwar viele Modelle genauer, man merkt aber auch nicht, wie die Zeit vergeht.
16 Uhr war die Auszeichnung der Wettbewerbsgewinner. Schöne Tradition ist die Prämierung des schönsten Tisch- oder Ausstellungsstandes. Die Hamburger Modellfreunde durften sich hier eine Flasche Sekt mit auf die Heimfahrt nehmen.
Weiterhin wurden Modellfreunde gewürdigt, die seit 1985 auf allen Ausstellungen über die 30 Jahre vertreten waren. Herzlichen Glückwunsch.
Um 17 Uhr schlossen dann die Ausstellungspforten. Auf der Heimfahrt konnten wir dann verblüfft feststellen, das das Thermometer zum ersten mal seit vielen Monaten wieder die 10°C Marke überschritten hatte. Es wird endlich Frühling!
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