KMK Scale World 2006, Mol/Belgien

17.09.2006


Bericht von Bernd Korte
Fotos :
Johannes Kreutzer

Bereits zum sechsten Mal organisierte der belgische Modellbauverein KMK (Kempense Modelbouw Klub) die Scale World in Mol, 25 km hinter der holländisch-belgischen Grenze.
Auf rund 500 laufenden Tischmetern präsentierten sich am Sonntag, 17.09.2006, in zwei Hallen Händler, Vereine und Modellbauer, letztere aus Belgien, den Niederlanden, Frankreich, Italien, England, Polen, Ungarn und Deutschland. So war auch der FFMC mit Ben, Christian, Christoph, Jo (samt Begleitung), Tim und mir vor Ort und baute seine Modelle pünktlich bis zur Eröffnung um 10 Uhr auf der bekannten dunkelblauen Tischdecke auf. Tim kam an diesem Tag eine Sonderrolle zu, da er, ebenfalls Mitglied des KMK, die ganze Zeit über voll in die Organisation eingebunden war und so mit für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung sorgte.
Besonders die Militärmodellbauer kamen an diesem Sonntag auf ihre Kosten, da gerade aus ihrem Genre einige Top-Modelle zu sehen waren und sich auch das Angebot der zahlreichen Händler auf dieses Gebiet spezialisierte. Aber auch die fliegende Zunft und die Figurenliebhaber konnten einige Ausstellungsstücke der Spitzenklasse für sich verbuchen. Wer eher mit maritimen oder zivilen Hintergedanken angereist war, wurde besonders bei den eingereichten Wettbewerbsmodellen fündig. Idealerweise waren die Wettbewerbstische direkt an einer großzügigen Fensterfront aufgebaut, was ihnen die besten Lichtverhältnisse sicherte.
Der Wettbewerb war so organisiert, dass allein die Qualität eines Modells für seine Platzierung ausschlaggebend war. So konnte es also immer mehrere dritte, zweite oder auch erste Plätze pro Kategorie geben, oder eben auch keinen einzigen. Ein gelungenes Konzept, dass besonders Wettbewerbsneulinge motivieren dürfte, ihre Werke trotz der Konkurrenz von alten „Wettbewerbs-Hasen“ anzumelden. Während der Preisverleihung wurde noch einmal ein Foto jedes prämierten Modells mit einem Beamer an die Wand geworfen, was bei der Vielzahl der Platzierungen eine überaus nützliche Hilfestellung war, um die Übersicht zu behalten. Auch einige von verschiedenen Firmen gesponserte Sonderpreise konnten vergeben werden.
Für den FFMC wurde Ben gleich fünfmal zur Preisvergabe nach vorne gerufen. In der Kategorie „Flugzeuge 1:32“ gewann seine F-18C Gold sowie seine Tiger II Bronze. Zwei weitere Auszeichnungen in Gold bescherten ihm in der Kategorie „Flugzeuge 1:48“ seine A-4F Super Fox sowie im Bereich Zivilfahrzeuge sein Ferrari F2005. Letzterer gewann zusätzlich noch den Sonderpreis für das beste Zivilfahrzeug.
Leider machten sich bereits vor und besonders während der Preisverleihung etliche Händler daran, ihre Stände abzubauen, was der Atmosphäre dieser eigentlich als Höhepunkt zu verstehenden Schlussphase des Ausstellungstages nicht gerade zuträglich war. Natürlich muss man auch die teilweise weiten Anfahrtsstrecken einiger Händler berücksichtigen, trotzdem macht das Zusammenpacken von Kisten und das Abhängen von Bannern während der Siegerehrung diese nicht wirklich feierlicher.
Für die jungen Besucher hatte der Verein den ganzen Tag über mit Hilfe von Revell eine vorbildliche Bastelecke eingerichtet, in der unter Anleitung kostenlos Steck- und einfache Klebemodelle zusammengebaut werden konnten. Und wer sich nach getaner Arbeit stärken oder erfrischen wollte, konnte dies an der langen KMK-Theke tun – hier waren natürlich alle Altersklassen gern gesehen!
Alles in allem ein lohnender Tag im Zeichen des Plastikmodellbaus, der für uns deutschsprachige Besucher durch die andere Umgebung und das überall vorherrschende Sprachwirrwarr auch einen Hauch von Urlaubsstimmung aufkommen ließ.

 

Einen weiteren Bericht zu dieser Ausstellung findet Ihr bei den Kackstelzen

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