Basevisit Meiringen (Schweiz) 
4. Oktober 2007

Bericht und Fotos von Bernhard Pethe

Lange hatte ich diese Möglichkeit, eine Schweizer Airbase mal anzuschauen und den Flugbetrieb mal Live zu erleben ins Auge gefasst, aber wie das im Leben so ist, immer kam etwas dazwischen. 
Nun war es endlich soweit. 
Ich war zwar der Einzige aus dem FFMC, aber ich war nicht alleine. Neben dem Mitorganisator Grimmi, waren einige Mitglieder aus dem Flugzeugforum in unserer bunten Besuchergruppe die ich zum ersten mal getroffen habe.
Das Treffen war zwar erst für 13 Uhr vorgesehen, man konnte aber bei frühzeitigen Erscheinen, schon am Vormittag die erste Runde Flugbetrieb beobachten und aus günstigen Standpunkten in der Umgebung seine Fotos machen. Leider hatte es den ganzen Vormittag aus einer tiefen Bewölkung ununterbrochen geregnet. Es war Oktoberwetter von der ungemütlichen Seite.
Treffpunkt war die Kantine der Airbase, zu der man freien Zutritt hat. Nach dem Kennenlernen einiger FF-User und einer Tasse Kaffee, ging es dann auch raus auf dem Platz. Nachdem schon die ersten Turbinengeräusche zu hören waren, mussten wir uns sputen, einen guten Übersichtspunkt zu erreichen. Der war direkt über zwei Shelter, aus denen unter uns zwei F-18 heraus gerollt kamen. Jetzt wurde es Ernst und was noch besser war, es hörte endlich auf zu regnen. Vor den zwei F-18 stieg, eine Gichtwolke hinter sich her ziehend, eine Doppelsitzige F-5 Tiger auf. Zu unser Freude war auch die F-18 mit der wunderbaren Tigersonderbemalung dabei. Mit ihren zwei Nachbrennertriebwerken waren die beiden F-18 schnell in der Luft. Die Lärmkulisse, des im Tal gelegenen Flugplatzes, hielt sich für meine Begriffe in Grenzen. Trotzdem muss erwähnt werden, das die Base mit einer Lärmschutzinitiative aus dem Umfeld zu kämpfen hat, die den Standort Meiringen in Frage stellt. 
Nach dem Start der Maschinen war Zeit, sich einige Flugplatzeinrichtungen anzuschauen. In einem Shelter, in dem Triebwerktestläufe absolviert werden können, war eine weiter F-18 abgestellt und für uns von allen Seiten begehbar. Es ist schon imposant, einmal Hand an so einen Vogel legen zu dürfen. Zwei Propellermaschinen hatte man extra für uns zum Anschauen auf das Vorfeld gestellt. Neben dem „Arbeitspferd“ Pilatus PC-6 Turbo Porter, gab es noch das Schul- und Übungsflugzeug Pilatus PC-7. Flugzeuge aus Schweizer Produktion, die einen sehr guten Ruf genießen und weltweit unterwegs sind. In den Werft- und Wartungshallen wurden zwei Tiger der Patrouille Swiss und eine weitere PC-7 präsentiert. Ich sage das bewusst so, da man diverse Hauben und Luken geöffnet hatte und man auch mal in das Innere einer solchen Maschine schauen durfte. Für mich als Modellbauer absolut, konnte ich hier doch manche Detailaufnahmen machen und wer weis, wozu diese einmal gut sein werden. 
Nachdem wir unseren „Feldherrenhügel“ wieder bezogen hatten, musste wir nicht lange warten, und die ersten Maschinen flogen wieder den Platz an. Interessant, wie doch die wendigen Maschinen in den engen Tälern manövrieren. Einige “Touch and Go” Manöver brachten aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit, interessante Bilder. Nach der Landung rollten die beiden F-18 gleich in die Kavernen in unmittelbarer Platznähe. Ein Bereich, der noch immer Top Secret ist. 
Leider gingen die zwei Stunden viel zu schnell vorüber, man hätte noch mehr Flugbewegungen sehen wollen, aber ein Basevisit ist eben keine Airshow. 
Der Abschied war herzlich, weis man doch, das man sich unter Gleichgesinnten irgendwann einmal bei einer ähnlichen Veranstaltung, wieder trifft. 
Ich bedanke mich bei Grimmi und dem gesamten Airbase Personal, die so etwas ermöglicht haben und wünsche den Piloten allzeit eine gute Landung.
Auf der Heimfahrt wurde dann das Wetter immer besser, die Sonne kam wieder heraus und so konnte ich darüber nachdenken, das dies eigentlich mein 56. Geburtstag war und ich mir das schönste Geschenk selber gemacht hatte.

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