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9.Modellbauausstellung
Oberschleißheim
3. + 4. März2007
Bericht und Fotos von Bernhard Pethe
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Nachdem im letzten Jahr die unglückliche, terminliche Überschneidung dieser Ausstellung mit Lübeck die Modellbauwelt gespalten hatte, konnte in diesem Jahr der FFMC wieder mit einer großen Mannschaft anreisen. Roland und Maik, die auch schon im vorigen Jahr die Fahnen des FFMC hochgehalten hatten, waren auch nun wieder dabei. Neben Ben, Andreas, Rolf und mir, kam auch Fredo am Samstag überraschend an unseren Stand. Mit unseren 4 Metern Tisch waren wir dann auch platzmäßig schon sehr beengt. Gut das Steffen seinen Basteltisch bei seinen Rostocker Modellkollegen gebucht hatte, sonst wäre es richtig eng geworden.
So war auch der Besucheransturm mit 1350 Besuchern allein am Samstag schon sehr hoch und auch am Sonntag gab es dann noch einmal ca. 1150 Modellbauinteressierte.
Was soll man zu dieser Ausstellung in Oberschleißheim noch schreiben?
Es passt einfach alles.
Vom Ambiente, über die fast 30 Händler, über die internationale Beteiligung aus Österreich, Ungarn und Italien, bis zum Cafeteria-Team mit ihrem kulinarischen Speiseangebot, und letztlich dem schon frühlingshaften Wetter. Die Gesamtanzahl der Aussteller ist durch den Organisator gar nicht mehr so genau feststellbar. Sicher ist aber, das etwas über 300 Meter laufende Tischfläche belegt waren und ein freies Plätzchen nicht zu erkennen war.
Einige neue Gesichter haben in diesem Jahr ihr Debüt in Schleißheim gegeben. So waren die Leipziger und Siegener Modellbaufreunde erstmalig vertreten. Spricht man mit den Modellfreunden, so überwiegt die absolut positive Resonanz zu dieser Ausstellung.
Wie auch in den vorhergehenden Jahren, war die gesamte Palette des Plastik- sowie des Kartonmodellbaus vertreten. Die Qualität der ausgestellten Exponate ist allgemein sehr hoch einzuordnen. Neben einen Modellbauworkshop wurde auch den Jüngsten beim Kinderbasteln die Möglichkeit geboten, sich in diesem Metier zu versuchen.
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Der obligatorische Modellbauwettbewerb war absolut überbelegt, die Räumlichkeiten schon zu klein und die Anmeldeformulare nach 200 Stück vergriffen. Nun bin ich kein Freund von Wettbewerben wo es partout keine Ausschreibung, keine Kategorien und keine erkennbaren Regeln gibt, aber die allgemeine Modellbauerschaft scheint sich in Schleißheim daran nicht zu stören und schleppt fleißig ihre Modelle in den Bewerb, ohne zu wissen warum es letztlich geht. Die Diskussionen im Nachhinein sind vorprogrammiert und sollte dann auch nur von denen geführt werden, die daran teilgenommen haben.
Ein kleiner Ausflug in den musealen Teil der Flugwerft zeigt, das dies kein „totes“ Museum ist und hier ständig Veränderungen passieren, Flugzeuge rangiert und neue Exponate eingebaut werden. So steht zwar immer noch die CASA Heinkel in der gläsernen Werfthalle und man ist plötzlich gefragt, die soll wohl wieder fliegen? So akkurat und präzise werden die Arbeiten an diesem Flugzeug nun schon über Jahre ausgeführt. Im Mittelteil der großen Haupthalle hat nun wieder ein Flugboot, eine Dornier Do-24 Platz gefunden.
So richtig Platz und Ruhe, das Angebot der zahlreichen Händler zu prüfen hatte man am Sonntagvormittag. Hier geht es gemütlich zu, alldieweil in Bayern erst ab 11 Uhr verkauft werden darf. Über den einfachen Modellbausatz, Literatur, Werkzeug und andere Zubehörmaterialien, war fast alles zu bekommen. Schade, das der kurzfristig angereiste Herr Gabbert (Airbrush) keine Möglichkeit bekommen hat, einen Stand einzurichten.
So waren die zwei Tage in Schleißheim wieder mal ein kurzweiliger und gelungener Auftakt der diesjährigen Ausstellungssaison. Das Wiedertreffen und der direkte Kontakt mit bekannten Modellbaukollegen und unbekannten Gesichtern, ist eben doch etwas anderes als die ständige Onlinepräsenz und das Quälen einer PC- Tastatur.
Das die von Traudl's Modellbauladen initiierte Ausstellung über die Jahre einen solchen Zuspruch und eine solche Akzeptanz bekommen wird, hat sicher mehrere Gründe. Es gab vor Jahre in Süddeutschland ähnlich gute und große Ausstellungen, die aber bedauerlicherweise alle in große Modellbau- und Verkaufsmessen untergegangen sind.
Das hier der Plastik- und Scalemodellbau nur ein kleiner Teil unter vielen Modellbausparten ist, das hätte man wissen können. Das nun diese Modellbaugemeinde sich lieber in Schleißheim trifft, ist sicher eine Konsequenz dieser Entwicklung.
So werden die Veranstalter im kommenden Jahr, zum 10jährigen Jubiläum keine Probleme bekommen, das Museum zu füllen. Im Gegenteil, es wird eng werden.
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