Modellbauausstellung des PMC Sachsen/Anhalt
am 26.+27.04.03 in Schönebeck


Bericht von Bernhard Pethe
Fotos von Bernhard Pethe u. Peter Buchholz

Der PMC Sachsen/Anhalt e.V., ein umtriebiger Modellbauclub mitten in Deutschland und der ständigen Suche nach dem ultimativen Ausstellungsort, hatte diesmal nach Schönebeck ins Hotel Domizil in der Friedrichstraße eingeladen. Einem modernen, neugebauten Hotel, in dem man auf seinem Zimmer visuell vom TV- Gerät mit Namen begrüsst wird. Eine akustische Begrüssung gibt es noch nicht, aber das ist sicher nur eine Frage der Zeit. Schönebeck liegt ein paar Kilometer südlich von Magdeburg direkt an der Elbe und ist verkehrsmäßig gut zu erreichen.

Der FFMC wollte sich hier zum ersten mal mit fünf Modellfreunden präsentieren und vorstellen und war natürlich gespannt auf die neue Location. Angereist waren Axel, Jens, Peter, Sören und ich. Von den 5 Meter bestellter Tischfläche konnte uns leider nur 3 Meter zur Verfügung gestellt werden. Einem Umstand mit dem wohl auch andere Aussteller konfrontiert waren, außer vielleicht die Modellkollegen aus Lohne mit ihren 87er (HO) „Riesenrummeldioramen“. Dazu kam, das wir auch noch im Innenkaree eingeteilt waren, wo gerade mal ein Stuhl, sofern man einen bekam, Platz fand. 
Was blieb uns also bei den begrenzten Platzverhältnissen schon übrig, wir haben nur die Hälfte unserer Modelle ausgepackt und haben unsere Besten Modelle in den Transportkisten belassen!

Trotzdem waren bekannte Modellbauvereine aus Mittel- und Norddeutschland angereist um ihre neusten Modelle zu präsentieren. Vertreten waren alle Sparten des Plastikmodellbaus. Als Mitglied im DPMV hatte der PMC zum ersten mal einen Wettbewerb nach selbigen Richtlinien ausgeschrieben. Die Beteiligung war mit ca. 30 Modellen den Umständen entsprechend, gut. Die fünfköpfige Jury, deren Leitung die Modellfreunde von Hans Grade übernommen hatten, hatte auch hier mit Platzproblemen zu kämpfen. Aber auch hier konnten wir uns letztlich, auch durch das Entgegenkommen des Hotelpersonals, arrangieren. So konnte der Wettbewerb noch am Samstagabend mit der Siegerehrung und der Medaillenvergabe abgeschlossen werden. Die Fahne des FFMC wurde durch Sören mit einem 3. Platz bei den 48er Flugzeugen hochgehalten. Unseren Glückwunsch.

Drei Händler, darunter zwei aus dem Bayrischen weit angereist, versuchten auf ihre Kosten zu kommen. Das Angebot war gut, aber ob die Fahrtkosten wieder eingespielt wurden, wage ich bei den zum Teil exorbitanten Preisen, zu bezweifeln. Was vor zwei Jahren noch in D-Mark bezahlt wurde, wird heute in Euro verlangt, ja mei, wo soll es denn noch hinführen? 
So gingen die Besten Schnäppchen immer noch unter den Ausstellertischen weg. 
Eine unschöne und kritikwürdige Erscheinung, einige Aussteller waren nur am Sonnabend vertreten und räumten am Abend schon wieder ihre Tische. Dies hatte letztlich auch seine gute Seite, die Modellfreunde von PMC hatten nun auch Platz ihre Modelle aufzubauen. 
Der Samstagabend verlief dann in gemütlicher Runde bei einigen Gläsern Bier und so manchen netten Gespräch. Günstig war, das die Übernachtung im gleichen Haus gebucht wurde und so der Heimweg entfiel.
Der Sonntag verlief nach dem reichhaltigen Frühstücksbüfett doch recht gemütlich. Hin und wieder verirrte sich auch ein interessierter Besucher in die Ausstellung um sich manche Anregung mit nach Hause zu nehmen. 
Es ist für einen Modellbauverein nicht immer einfach einen Ausrichtungsort zu finden, der finanziell und platzmäßig akzeptabel ist und den eigenen Ansprüchen gerecht wird. Wenn man aber schon vorher weis, das es mit den geplanten Räumlichkeiten eng wird, dann muss ich als Veranstalter darauf Einfluss nehmen, das sich alle Interessenten einschränken und nur ihre besten Modelle auf minimalen Platz ausstellen. Klasse statt Masse heisst hier das Motto. Trotzdem ist den verantwortlichen des PMC Sachsen/Anhalt für die Organisation dieser Ausstellung in diesen Räumlichkeiten zu danken. Es kann im kommenden Jahr nur zwei Alternativen geben, einen größeren Raum oder Einschränkungen. Was in Cottbus und Braunschweig klappt, geht in Schönebeck allemal. 

Bernhard Pethe

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Fotos: Peter Buchholz

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