The Shuttleworth Collection
11. Juli 2005

Bericht/Fotos von Bernhard Pethe

Den freien Tag nach der Flying Legends in Duxford nutzend, fuhren Peter, Axel, Jörg und ich nach Biggleswade, knapp eine Stunde nördlich von London. Das Museum ist relativ gut ausgeschildert, man muss nur auf die braunen Hinweisschilder mit dem Propeller achten.

 Idyllisch gelegen, auf dem ehemaligen Royal Air Force Flugplatz Old Warden, ist eine einmalige Flugzeugsammlung über die Jahre entstanden. Die Einmaligkeit diese Collection, ist darauf zurück zu führen, das alle Flieger sich in einem flugfähigen Zustand befinden.

Man will es kaum glauben, das Flugmaschinen aus der Kindheit des Flugwesens wie Bristol „Boxkite“ , oder Avro „Triplane“ von 1910, oder eine Blackburn von 1912, noch jederzeit bei schönem Wetter aus der Halle geschoben werden und in die Lüfte aufsteigen.  Ein untrügliches Zeichen das noch Leben in den Fliegern steckt, sind die vielen Blechwannen und Gefäße unter den Motoren, aus denen ab und an ein Tropfen Motorenöl fällt.

Auch wenn darunter einige Nachbauten sind, es sind alles Leckerbissen für den Oldtimerfan. Der Name der Sammlung geht auf  Richard Ormond Shuttleworth zurück, der hier am 16. Juli 1909 geboren wurde, hier fliegen lernte und damals schon den Grundstein zu dieser Sammlung legte. Shuttleworth kam bei einem Trainingsflug auf einer Fairey „Battle“ am 2. August 1940 ums Leben. 

Die Sammlung ist gut nach Zeitepochen gegliedert. Die einzelnen Hallen sind untereinander verbunden, jede Halle ein neues „Sesam öffne dich“. An den Wänden hängen alte Propeller, Flugmotoren und eine nichtzählbare Menge Modelle der britischen Luftfahrtgeschichte füllen die Vitrinen. Während des Battle of Britain war in Old Warden ein tschechisches Squadron mit Spitfire stationiert. Auch dieser historische Abschnitt wird mit alten Utensilien aus jener Zeit und natürlich mit einer fliegenden Spitfire am Leben erhalten.  Zur Sammlung gehören auch eine große Anzahl von historischen Fahrzeugen.  Ein Blick in die Werkstatthalle verdeutlicht, mit welcher Akribie, hier die Flugzeuge aufgebaut und gewartet werden. 

Fotografieren ist etwas schlecht  wegen der Enge. Hier muss man wohl mal gezielt hinfahren, wenn die Flieger mal ins Freie geholt werden. Ein sehr gut ausgestatteter Museumsshop mit sehr viel Literatur und natürlich exklusiven Modellbausätzen zu den Originalen die hier stehen.

Für müde Beine und durstige Kehlen hat man auch gesorgt. Ein liebevoll eingerichtetes Restaurant mit einer schönen Terrasse mit Blick zum Flugplatz, lädt zum Verweilen ein. So gestärkt und voller Eindrücke, ging es zurück zur Fähre nach Dover, die uns wieder aufs Festland brachte.

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