Sommertreffen der FFMC Mitglieder und Besuch der Open Dagen in Volkel
16. Juni 2007

Bericht und Fotos von Bernhard Pethe

Unser Clubmitglied Jo, der heißt übrigens richtig Johannes, lud wieder zum Grillen nach Mönchengladbach ein. Der Termin war wie vor zwei Jahren wieder so gut gelegt, das wir am 16.6. die Airshow in Volkel besuchen konnten. Freitag war Anreise und Treffpunkt in Elly´s Bikertreff.
Henne kam natürlich stielecht mit „Moped“. Christoph und Jo waren schon vor Ort, Tim kam etwas später. So kam noch eine lustige Runde zusammen und der Abend verging recht schnell. 
Samstagmorgen war 7:30 Uhr Abfahrt nach dem ca. 90 Kilometer entfernten holländischen Volkel. Stevoe kam dann auch noch dazu und so haben wir uns mit drei Autos auf den Weg gemacht. Frühzeitiges Erscheinen sichert die besten Parkplätze. Das die Weisheit nicht immer stimmt, dazu am Ende mehr.
Die Airbase war in einer Stunde schnell erreicht und von unseren Wiesenparkplatz war man schnell im Objekt. Ein paar Verpflegungsbons gekauft und ab ging es auf das weitreichende Gelände der Airbase, nicht ohne vorher Handynummern zu tauschen und Abfahrtszeitpunkt festzulegen.
Das Wetter war prima und zu sehen gab es reichlich. Wer nicht jeden Tag in der Einflugschneise einer holländischen Airbase steht, der ist auch mit Schmalkost zufrieden. Warum schreibe ich das, weil nach allgemeinen Aussagen in diesem Jahr nicht soviel geboten wurde, als die letzten Jahre. Ich schließe mich der Meinung nicht an, mir hat es gefallen. Zumal es auch einige Premieren für mich gegeben hat. So kam mir zum ersten mal die Dassault „Super Etendard“ und die „Rafale“, sowie die ungarische „Grippen“ vor die Linse.

Der Flugbetrieb war durchgängig und hatte nur am Nachmittag ein paar Pausen. Einige bekannte Gesichter vom Modellbau konnte man auch finden, Christian lief mir ein paar mal mit seiner großen Leiter über den Weg. Die schwülwarmen Temperaturen brachten am Nachmittag ein paar Regentropfen, die aber der Stimmung keinen Abbruch taten. Kunstflugteams, wie die türkische Staffel mit ihren F-5 und das Breitling Team mit der L-39 Albatros zauberten bunte Streifen und waghalsige Figuren an den Himmel. Einzelvorführungen bekannter Kampfflugzeuge wechselten sich mit Formationsflügen historischer Propellerflugzeuge und Jets, wie den drei Hawker „Hunter“, die am Platz waren. Auch die Hubschrauber der niederländischen Armee zeigten ihre Leistungsfähigkeit und ihr Können. 
Wer einen Blick dafür hatte, konnte am späten Nachmittag im Westen Rabenschwarze Wolken auf das Flugfeld zuziehen sehen. Der Höhepunkt sollte die Vorführung der „Patrouille de France“ sein und jeder hoffte, das dies auch noch klappen würde. Der Start der acht Alphajets in die dunklen Wolken brachte für einigen noch lichttechnisch interessante Fotos. Aber kaum hatte das Programm begonnen, ging der Platzregen nieder und die Blitze zuckten vom Himmel. Regengeschützte Plätze waren jetzt rar und jeder der konnte, versuchte ein Zelt zu erreichen. Schnell lösten sich die Maschinen der „Patrouille de France“ auf und kamen einzeln zur Landung. Das war nun der krönende Abschluss. Konnte das Gewitter nicht noch 20 Minuten abwarten? Nein, das konnte es nicht.

Die Folge dieses Unwetters, das nach einer dreiviertel Stunde vorbei war, war das alle Besucher versuchten zu ihren Fahrzeugen zu kommen. So machte ich mich dann auch schon leicht durchnässt auf den Weg. Am Parkplatz angekommen kam es dann noch einmal richtig dick. Regen satt aus allen Eimern. Mein Auto konnte ich in dem Durcheinander nicht finden und so blieb mir nicht anderes übrig, bei zwei jungen Holländern, die einen größeren Lieferwagen hatten, um Asyl zu bitten. Das wurde mir dann auch gewährt und so bin ich der totalen Durchnässung entgangen. Zwischenzeitlich meldete sich Tim auf meinen Handy und fragte nach meinen Befinden. Diese hatten ihr Auto rechtzeitig gefunden und sasen im Trockenen. Dabei konnte dann auch mein genauer Standort ermittelt werden, und siehe da, mein fahrbarerer Untersatz, keine hundert Meter stand es weg. Gehofft, das dickste überstanden zu haben, wurde nun unsere Geduld auf eine weitere Probe gestellt. Wenn tausende PKW gleichzeitig über eine Abfahrt, von einer überschwemmten, holländischen Wiese wollen, dann kann das nur im Chaos enden. Und so war es dann auch. Gute anderthalb Stunden ging gar nichts mehr. So hatte ich Zeit mit Stevoe über die Dinge des Lebens und über holländische Wiesen speziell zu plaudern. Zwischenzeitlich wurden wir dann auch noch von unserem Einheimischen Führungsfahrzeug getrennt und wenn ich nicht mein Mäusekino mit der netten Frauenstimme dabei gehabt hätte, wer weis ob wir an diesem Tag je wieder nach Hause gefunden hätten. 
Acht Uhr waren wir dann wieder bei Jo und ließen uns gegrilltes und gebratenes von Elly servieren. Nun fand die Tagesauswertung statt und die restlichen Sachen wurden getrocknet. Henne hatte es ganz eilig, er machte sein Moped scharf und ist noch an diesem Abend in Richtung Oldenburg gefahren. Allzu lange ging dann der Abend auch nicht, denn am Sonntag stand noch Geilenkirchen auf den Plan. 
Das ist dann nun aber wieder eine andere Sache. 
Danke an Jo für die Einladung und in zwei Jahren treffen wir uns wieder bei Elly.

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