Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung MAKS
vom 19.-24. August 2003 Moskau

Bericht von Bernhard Pethe

Rasante Flugdemonstrationen und die Präsentation moderner Flugtechnik sollten bei der 6. MAKS auf dem Moskauer Flugplatz Schukowskij das Publikum begeistern. 
Das zu erleben und auch einen Abstecher in die Geschichte der russischen Luftfahrt zu unternehmen, dazu hatten sich Jan, Volker und ich nach Moskau aufgemacht.
Organisiert durch Jan mit der Hilfe eines erfahrenen Reisebüros, machten wir uns am 21. August von Hannover aus mit Lufthansa auf den Weg nach Osten.

Die Ausstellung wurde bereits am Dienstag durch Präsident Putin eröffnet. Für uns war der Besuch am Sonnabend geplant. Die Anfahrt vom Hotel mit einem klapprigen Lada- Kombi zum Ausstellungsgelände gestaltete sich zeitaufwendig und spannend. Die Straßen voll, die Sicherheitskräfte unübersehbar, die Kontrollen scharf. 
Schukowskij, eine Stadt für sich, eine Stadt in der russische Luftfahrtgeschichte geschrieben wurde.
Ein riesiges Areal, mit Flugzeughallen, Entwicklungsbüros, Forschungsstätten, Windkanäle der ZAGI, Testständen, Abstellflächen, Rollbahnen und der 5 Kilometer langen Start- und Landebahn. Wer hier arbeitet, der wohnt auch hier. Wohnungen, Sportstätten, Einkaufsmöglichkeiten, alles in die russischen Wälder gebaut. 

Ausgestattet mit speziellen Eintrittsausweisen drängten wir durch die Besuchermassen, dahin wo die grossen Flugzeuge standen. In Moskauer Zeitungen war zu lesen: Die Ausstellung wird auf jeden Fall spannender als die in Le Bourget, und zwar nicht nur für die Spezialisten, sondern für alle Besucher. Kein Wunder, dass diese Veranstaltung an dem Wochenende Volksfestcharakter hatte.
Vertreten waren 485 russische Unternehmen und Organisationen, 22 Aussteller aus den GUS- Staaten und 115 internationale Firmen, darunter renommierte Unternehmen wie Airbus und Rolls- Royce. 

Erstmalig waren neben einem fasst kompletten US Air Force Aufgebot, auch westliche Airshowteams wie Frecce Tricolori und Patrouille de France vertreten, deren perfektes Flugprogramm vom russischen Publikum mit Applaus bedacht wurde. Der Nationalstolz der Russen ist ungebrochen und so ist es nicht verwunderlich, das die eigentlichen Stars die „Russkije Witjasi“ mit ihren sechs Su-27 und die „Strichij „ mit ihren MiG-29 waren. Die Einzelvorführung einer amerikanischen Air Force F-15, am Rand des Machbaren geflogen, wurde zumindest mit einem Höflichkeitsapplaus bedacht. Geflogen wurde auch erstmalig nach europäischen Airshow- Sicherheitsstandards. 

Sieben Stunden zu Fuß auf der MAKS, das ständige suchen nach den optimalen Kamerastandpunkt geht am Organismus nicht spurlos vorbei. So war es nur zu begrüssen, das der Veranstalter die Infrastruktur zum Vergleich der letzten Jahre wesentlich verbessern konnte. Es gab zu Essen und zu Trinken und genug andere Möglichkeiten die getauschten Rubel los zu werden. Das Wetter hat auch mitgespielt, nicht zu warm und leicht Bewölkt, also was will man mehr. So denke ich, das wir drei hier ca. 600 Bilder gemacht haben, eine kleine Auswahl kann man hier betrachten. Sollte jemand aus modellbauerischem Interesse zu irgend einem Luftfahrzeug Detailaufnahmen suchen, so kann er sich jederzeit an uns wenden.

Bernhard Pethe

Weitere Fotos zur Ausstellung auf der nächsten Seite ...

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