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Der Tag begann wie jeder Tag im Hotel Ukaina. Eine Freude für jeden
Darwinisten, der Sieg des Stärksten oder Klügsten bei dem Kampf, um die
begrenzten Ressourcen - Sitzplätze. Der erste volle Tag unserer Reise
und komplett einem Ziel gewidmet - Monino, dem zentralen Museum der
Russischen bzw. Sowjetischen Luftwaffe. Das Museum ist in einem
Militärsperrgebiet beheimatet - einem ehemaligen Flughafen, der von 1932
bis 1956 betrieben wurde und liegt etwa 40 Kilometer von Moskau
entfernt. Ohne Übertreibung kann man wohl sagen das es das größte und
beste Flugzeugmuseum in Russland ist. Gegründet 1958 und in Sowjetzeiten
unzugänglich ist es seit 2001 privatisiert und wird im wesentlichen von
den Flugzeugherstellern des Landes finanziert.
Nachdem wir also erfolgreich das Frühstück überlebt haben ging es mit
Fahrer und Dolmetscherin Richtung Monino. Leider kann man noch nicht
ohne Begleitung in das Museum und somit ist das Ganze nicht gerade ein
billiges Vergnügen. Nach eineinhalb Stunden durch den zähen Verkehr
Moskaus und begleitet von Fachgesprächen über russische Fahrzeugtechnik
meiner Mitstreiter ("Oahh gugg mal dao - das iss hier ja wie früher" :))
erreichten wir das Mekka des Flugzeugfans.
200 Rubel(ca. 7 EUR) kostet die Fotografier Erlaubnis - wenn die wüssten was wir
gezahlt hätten – und für noch mal 200 Rubel konnte man ein Heft mit
Flugzeugbeschreibungen erstehen (wobei der Preis auch scheinbar variiert
- wer nach mehr Geld aussieht muss auch mehr bezahlen ;)).
Mit Führer und Übersetzerin ging es nun endlich los. Erst durch einige
wenige Räume mit Modellen, Motoren und Einzelteilen, die sich mit den
Anfängen der Russischen Luftfahrt befassten. Die Hangars in denen sonst
noch einige Flugzeuge Standen waren geschlossen wegen Renovierung.
Danach ging es raus auf das Freigelände. Berge von Aluminium soweit das
Auge reicht - und man weiß man ist am Ziel. Langsam machte sich unter
den Teilnehmern Nervosität breit – unser Führer wusste zu jeder Schraube
eine Geschichte zu erzählen - sehr informativ, doch leider rannte uns
die Zeit davon - 150 Flugzeuge wollen Fotografiert werden. Nachdem wir
den auf dem Freigelände stehenden Hangar hinter uns hatten ließen wir
schweren herzens unseren Führer stehen. Mit unserer Dolmetscherin
verhandelten wir über die Verlängerung unseres Aufenthaltes, welche sich
auf machte entsprechende Auskünfte einzuholen.
Für uns hieß es nun freie Jagt auf die Motive - wir stoben in alle
Richtungen davon und bannten Flugzeug um Flugzeug auf Film und
Speicherchip.
Derweil kam unsere Dolmetscherin wieder mit schlechten Nachrichten. Der
Fahrer müsste zeitig abfahren weil er noch andere Aufträge hätte. Das
einzige was sie uns anbieten könnte war uns zu beschreiben wie wir mit
öffentlichen Verkehrsmittel wieder in unser Hotel kommen. Nun ja - wir
blieben also mit der wagen Hoffnung das wir das Hotel wieder erreichen
würden. Aber das war in dem Moment nicht so wichtig - schließlich waren
wir da wo wir hin wollten und irgendwie würden wir schon wieder nach
Moskau kommen.
Nur kurz unterbrochen von einigen Flugvorführungen russischer
Kunstflugteams, die offensichtliche eine Schleife für ihre Vorführung
auf der MAKS flogen, wurde nun weiter abgelichtet bis kein Wunsch mehr
offen war.
Nun kam die unvergessliche Rückreise. Nach 15 bis 20 Minuten Fußmarsch,
vorbei an diversen Architekturwundern des Sozialismus, durch das
Militärgebiet kamen wir, unbehelligt von Uniformierten, zu dem uns
beschriebenen Supermarkt vor dem Minibusse in Richtung Moskau abfahren
sollten. Wir hatten Glück da stand tatsächlich ein recht neuer und
verkehrstüchtig aussehender Bus. Nach einigem Fragen waren wir auch
sicher das dieser Bus nach Moskau fahren würde. Irgendwann kam auch der
Fahrer und es ging los. 23 Rubel(80 ct) kostete die nun folgende Rallye Monino
Moskau. Wie vom Teufel persönlich verfolgt jagte der Fahrer über
schlechte Straßen, überholte im Gottvertrauen auch Busse in Kurven
andere Fahrzeuge wahlweise links oder rechts auf der Straße oder
daneben. Das Highlight war natürlich der unbeschrankte Bahnübergang -
Rotes Leuchten - 10 wartende Autos - na ja was nun? Klar! Links an allen
Vorbei schauen ob ein Zug kommt und rüber.
Danach kamen wir dann auch mit der Metro wieder zum Hotel und konnten uns
dem Piwo (Bier) hingeben.
Abschließend kann man sagen das Monino schon alleine die Reise wert war!
Selbst ohne den Besuch der MAKS sollte man über eine Tour nach Moskau nachdenken
und die diversen Museen die sich mit wehrtechnischen Themen befassen abklappern.
Vorallem weil schon die erste Billigfluglinie nach Moskau fliegt.
Ohne übertreibung kann man sagen das Monino einzigartig ist und man versuchen sollte
seinen Aufenhalt dort etwas zu verlängern - den die normalen geführten Touren sind
entschieden zu kurz um sich wirklich alle Maschinen anzusehen.
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