40. NATO Tiger Meet am 03. September 2004 in Jagel

Bericht und Fotos von Bernhard Pethe

Bernhard fährt zum Spotterday nach Jagel.
Zu so einen Event kommt man nicht so einfach, zumal der Veranstalter sich ein Limit von 1300 Besuchern, oder besser gesagt, Spottern gesetzt hat. Da muss man sich schon vorher ordentlich anmelden, bekommt nach der Überweisung eines Unkostenbeitrages eine persönliche Einladung zugesendet. Neben einem schönen Tigermeet Patches gab noch eine Essen- und Getränkemarke. Also konnte gar nicht viel schief gehen. Da um 7:30 Uhr schon Einlass war und ich nach grober Schätzung 560 km zu fahren hatte, war 2:30 Wecken angesagt. Die Fahrt verlief ohne Probleme, bis auf einen kleinen Abstecher durch Hamburg City weil ich irgendeine Abfahrt verpennt hatte. Trotzdem erreichte ich pünktlich den Fliegerhost Jagel. Eine große Schlange war am Einlass schon zu erkennen. Zügig wurde kontrolliert und in bereitstehende Busse ging es zum vorbereiteten Spotteraarreal. Pünktlich 9 Uhr begann der Flugbetrieb mit dem Start der einheimischen Tornados. Dann ging es Schlag auf Schlag. 

Folgende Luftwaffen und Einheiten waren vertreten:
Bundeswehr Heeresflieger mit Bo-105
Deutsche Luftwaffe AG-51 (Gastgeber) mit Tornado 
Deutsche Luftwaffe JaboG 32 mit Tornado ECR
Spanien Ala 14/142.Esc. mit Mirage F1M und CASA-295
Belgien mit F-16AM
Türkei 192. sqn mit F-16D
Schweiz 11. Fliegerstaffel mit F-18C
US Air Force 142. ARS mit KC-135
Tschechien 231. sqn mit Mil Mi-24W
Frankreich mit Mirage 2000-5F, 2000C und 2000B

Das Tigermeet ist ein jährliches Treffen und Ausbildungsvorhaben von fliegenden Geschwadern und Staffeln die in ihren Geschwaderwappen ein Tiger oder eine andere Raubkatze führen. Das erste Treffen fand bereits 1961 in Woodbridge/England statt. Für so ein Treffen werden alle oder einzelne Flugzeuge einer Staffel mit entsprechenden, zum Teil auch künstlerisch wertvollen Bemalungen versehen. Dem entsprechend werden diese seltenen Exemplare von Raubkatzen von vielen mit dem Fotoaperrat gejagt. 
Der Fotobereich war so angelegt, das alle Flugzeuge nach ihrem Einsatz an den etwas 1000 Fliegerfans vorbeigerollt kamen.
Das schöne Wetter und die Sonne im Rücken brachte natürlich optimale Fotos. Eingekeilt zwischen Franzosen und Holländern konnte ich so meine Studien betreiben. Die echten Spotter sind schon ein interessantes Völkchen, ausgerüstet mit Papier und Bleistift werden alle Kennzeichen der Flugzeuge akribisch notiert. Aber man akzeptierte mich als einfachen Flugzeugfotografierer und in den Flugpausen entwickelte sich manch interessantes Gespräch. Neben Peter habe ich dann doch noch einige bekannte Gesichter getroffen, die alle eher in die Kategorie der Flugzeugfotografierer einzuordnen sind. 
Gegen 14 Uhr war dann der Flugbetrieb zu Ende und so konnte ich bei Zeiten meine Heimfahrt antreten. Als ich nach diesen langen Tag gegen 19 Uhr wieder zu Hause war, standen 1300 km mehr auf meinen Tacho. 
Trotzdem muss ich sagen, es hat Spaß gemacht und ich werde wohl wieder mal so ein Event besuchen.

Bernhard Pethe

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