5. Modellbauausstellung Flugwerft Oberschleißheim
am 29./30. März 2003

Bericht von Bernhard Pethe
Fotos von Peter Buchholz

Ein kurzweiliges Wochenende auf historischen Boden gehört schon wieder der Vergangenheit an. Die Flugwerft Schleißheim, deren Gebäude aus der Zeit des Ersten Weltkrieges stammen, ist seit 1992 eine Außenstelle des Deutschen Museums München. Hier werden auf einer Fläche von 7800 Quadratmeter neben einer Ausstellung zur Geschichte der Flugwerft und des Flugplatzes Schleißheim, mehr als 50 Flugzeuge, Hubschrauber sowie zahlreiche Hängegleiter, Flugmotoren Flugsimulatoren und vieles andere mehr gezeigt. Schon zum fünften mal funktioniert die Symbiose aus Traudl´s Modellbauladen und Deutschen Museum München. Ein Eldorado für den Flugzeugmodellbauer, denn wo kann man besser das Modell mit dem Original vergleichen?

So tummelten sich in den Hallen weit über 200 Aussteller von in- und ausländischen Modellbauclubs sowie einige "Einzelkämpfer". Zum internationalen Flair trugen drei Clubs aus Österreich und einer aus Italien bei. Einige Witzbolde wollten die netten Kollegen vom Hamburger Modellbauteam, die erstmalig hier auftraten und dessen Stand ständig umlagert war, auch noch in die Kategorie der ausländischen Clubs einordnen, also Leute, das geht dann wohl doch zu weit. Spass bei Seite. Auch der FFMC war hier das erste mal präsent. Maik, Peter und ich belegten vier Meter Tischfläche und zeigten einen Querschnitt aus unserem Fliegerbestand.

Insgesamt waren auf 340 Meter Tischfläche die gesamte Palette des Plastikmodellbaus vertreten. Die Qualität der gezeigten Exponate kann man zum größten Teil in der Kategorie der Spitzenmodelle einordnen. Bei ideale Frühlingswetter nutzten ca. 2600 Besucher die Möglichkeit, sich mit den Finessen des Modellbaus vertraut zu machen. So gab es am Revell- Stand Airbrush Vorführungen sowie Informationsstände von Tamiya und der Modellbauzeitschrift Modell Fan. Bei gut 15 Händlern war vom neuesten Bausatz, über Raritäten bis zum Schnäppchen alles zu haben. So mancher Kit wechselte auch unter dem Tisch seinen Besitzer. Auch Literatur zu Modellbau und Geschichte war nicht zu übersehen und wurde gut gekauft.

Der alljährlich durchgeführte Wettbewerb läuft nach einfach gehaltenen Richtlinien des Veranstalters ab und geht soweit in Ordnung. Eine Jury aus Vertretern des Veranstalters und Modellfan bewertet gemeinsam jedes einzelne Modell und errechnet die Plazierungen. Kritikwürdig ist eine fehlende Ausschreibung zum Wettbewerb. Der Modellfreund will im Vorfeld der Ausstellung schon wissen, welche Kategorien und Modellklassen werden wie gewertet und welche Sonderwettbewerbe in welchen Klassen gibt es. 

Recht herzlichen Dank an die fleißigen Frauen der liebevoll organisierten Kaffeestube mit einer großen Auswahl für den kleinen Hunger, mit Kaffee und selbst gebackenen Kuchen vom Feinsten!
Die abendliche Auswertung mit Steffen aus dem FF bei einigen Gläsern Weizenbier gipfelten dann in der technischen Analyse der Mi-8 und den Vorzügen gegenüber der Alouette. Eines der Biere muss wohl schlecht gewesen sein.

So vergingen die zwei Tage wie im Flug und beim Erfahrungsaustausch mit alten Bekannten, lieben Modellbaufreunden, beim Kennenlernen sympathischer Zeitgenossen aus dem Flugzeugforum wurde die Zeit nie lang. Für eine Plazierung im Wettbewerb mussten wieder einmal die Pinguine herhalten. So hat sich nun auch in dieser Region über die letzten Jahre eine Modellbauausstellung etabliert, die man getrost zu den Großen in Deutschland zählen muss und die wegen ihrer herzlichen Atmosphäre immer wieder vom Modellbauer und Besucher gern angenommen wird.

Bernhard Pethe

Weitere Fotos zur Ausstellung auf den nächsten Seite ...

Fotos: Peter Buchholz

Zurück zur Übersicht

 

©2003 Flugzeugform Modellbauclub