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Luftfahrttechnisches Museum Rechlin
Bericht und Fotos von Bernhard Pethe
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Das Luftfahrttechnische Museum findet man in Rechlin Nord und ist gut ausgeschildert. Man erreicht es gut über die Autobahn A19, Abfahrt Röbel und folgt der B 198 bis zum Abzweig Rechlin.
Es ist nicht zu verwechseln mit dem Museum auf dem Gelände des Verkehrslandeplatz Rechlin/Lärz.
Das Museum befindet sich erst im Aufbau. Die historischen Gebäude, die nach und nach saniert werden müssen, sind selbst Bestandteil des Museums.
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Alle Arbeiten vor Ort werden durch ABM- oder SAM- Kräfte sowie ehrenamtlich durch Mitarbeiter des Betreibervereins „Luftfahrttechnisches Museum Rechlin e.V. durchgeführt.
Das Dorf Rechlin wird schon seit 1374 erwähnt. Die eigentliche Geschichte des heutigen Ortes Rechlin beginnt aber erst Mitte der 30er Jahre mit dem Aufbau und dem Wirken der Erprobungsstelle der deutschen Luftwaffe. Obwohl militärisch veranlasst, haben entscheidende Entwicklungen in der Luftfahrttechnik von hier ihren Ausgang genommen.
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Nach Ende des Zweiten Weltkrieges setzen dann die sowjetischen Luftstreitkräfte die fliegerischen Tradition bis 1993 fort. Parallel dazu haben Gründung, Erweiterung und Niedergang einer Volkseigenen Schiffswerft den Ort Rechlin zu DDR- Zeiten nachhaltig geprägt. Dieser Betrieb war ab Mitte der 60er Jahre Leitbetrieb für Rettungsmittel. Über eine Wassersport- und Seesportschule ist ab 1956 ein Nachrichtengerätelager der NVA in Rechlin entstanden, das seit 1990 als Gerätedepot der Bundeswehr weitergeführt wird.
Allen liegt die Existenz der Luftwaffenerprobungsstelle zu Grunde, viele Gebäude, so auch der Museumsstandort, werden heute noch genutzt. Vom ehemaligen Dorf Rechlin ist als einziges Bauwerk die Kirche in Rechlin Nord erhalten.
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Das Außengelände wird luftfahrttechnisch geprägt durch eine Z-37 Cmelak, Suchoj Su-22UM3K und einem Transporthubschrauber Mil Mi-8T.
In den bis jetzt zugänglichen Räumen findet man sehr viele Relikte aus der Zeit der Erprobungsstelle. Alte Motoren, Luftschrauben, diverse seltene Bauteile, Abwurfmunition und jede Menge Dokumente aus jener Zeit. Auch aus die Hinterlassenschaften der russischen Ära füllt einen größeren Raum. Aufgelockert wird das Ganze durch eine Vielzahl zum Teil gut gebauter Plastikmodellen, die aber nicht alle mit der Geschichte um Rechlin in Zusammenhang gebracht werden können.
Ein kleiner Museumsshop im Eingangsbereich hält Bausätze, Literatur und eine Broschüre zur Geschichte um Rechlin und dem Museum bereit.
Also, wer die Zeit findet einmal von der A19 abzufahren, sollte dies unbedingt einmal tun, es loht sich.
Bernhard Pethe
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